Paraguay - Kultur
Als die ersten Weißen auftauchten, lebten über eine Million Guarani in der Region. Wie in den anderen, von der spanischen Krone beherrschten Ländern in Lateinamerika, entfachte die Thronfolge in Spanien durch den Bruder Napoleons den Funken, der die schwelende Glut der Unzufriedenheit zur Flamme auflodern ließ. In Paraguay verlief dieser Prozess unblutig.
Nationalheld Paraguays wurde später Francisco Solano López der während dem Krieg gegen Brasilien, Argentinien und Uruguay in der Hauptstadt Asuncion mit dem Bau des Regierungspalastes und Theaters begann.
Heute sind die Mehrzahl der Einwohner von Paraguay Mestizen, die aus Verbindungen zwischen den Guarani und Weißen hervorgingen.
Im Chaco leben neben indianischen Gruppen auch deutschsprachige Mennoniten, aber auch in anderen Landesteilen ist deutsch verbreitet. Über fünf Prozent der Paraguayer sind Einwanderer deutscher Herkunft.
Obwohl Paraguay zu den kleinsten Ländern Südamerikas gehört, ist es etwa zehn Mal so groß wie die Schweiz, hat aber eine zehn Mal geringere Bevölkerungsdichte.
Der Charakter des Landes wird durch Landwirtschaft bestimmt, die Industrie beschäftigt sich vor allem mit der Weiterverarbeitung der Güter die aus Land-und Forstwirtschaft stammen.
Paraguay ist das einzige Land in Lateinamerika, in dem neben Spanisch, Guarani als zweite Sprache gilt. Es beeinflusste das Spanisch in diesem Gebiet so stark, dass ein eigener Dialekt entstand.
Die Kultur des Landes zeigt sich in der Literatur, prächtigen Bauten wie dem Theater, Sinfonieorchester und den Werken einheimischer Maler.
Paraguay ist eines der wenigen Länder in dem so zahlreiche Menschen mit indianischen Wurzeln leben, die Musik aber völlig aus Europa zu stammen scheint.
Die heute populären Instrumente sind Arpa und Gitarre, typische Tänze wie Polka und Guarania bereichern die Folklore.
