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Mexiko - Geschichte

..bis zur mexikanischen Revolution.

Die zahlreichen, historischen Sehenswürdigkeiten sind neben den märchenhaften Stränden von Mexiko das primäre Ziel von Touristen. Ein hautnaher Einblick in die vergangenen Kulturen der Olmeken, Maya und Azteken ist nicht nur für Historiker ein einzigartiges Erlebnis.

Mexiko hat eine lange Vergangenheit. Die ersten Entdecker konnten trockenen Fußes über die heutige Beringstraße von Asien nach Alaska wandern. Der Meeresspiegel lag durch das gebundene Eis der letzten Eiszeit etwa hundert Meter tiefer.
So ist es kaum verwunderlich, das der erste Mammutjäger in Mexiko bei der Jagd vor über zehntausend Jahren ums Leben kam.
Zu Ackerbauern wurden sie aber erst ein paar Jahrtausende später.

Vor etwa 3500 Jahren etablierten sich die Olmeken im tropischen Tiefland am Golf von Mexiko. Die hohen Niederschläge in dieser Region ermöglichten ihnen einen ganzjährigen intensiven Maisanbau. Die Olmeken verehrten ein Mischwesen, ein Kind-Jaguar als Gott und entwickelten sich zu Meistern der Steinbearbeitung. Überdimensionale, bis zu drei Meter hohe Steinköpfe zeugen von ihrer Fertigkeit.
Gegen 400 vor Christus wurden die letzten bedeutenden olmekischen Zentren zerstört. Über die Mythologie dieser frühen Kultur existieren keine Dokumente oder Schriften.

Die Olmeken hatten aber einen tief greifenden Einfluss auf die Kulturen der Zapoteken, Tolteken, Azteken und Maya.
Um den geistigen und irdischen Bereich auszugleichen, wurden in den meisten dieser Kulturen auch Menschen geopfert.
Diese grausame Tatsache überschattet die großartige Leistung in Mathematik, Astronomie, Architektur und Kunst. Vor allem die Maya mit ihrer intellektuellen Hochkultur waren absolute Meister in Mathematik und Astronomie.

Die wohl legendenumwobenste, vorkolumbianische Zivilisation von Mexiko war die der Azteken.
Vor dem 15. Jahrhundert nur ein kleiner Stamm unterjochten die Azteken angrenzende Stämme, bis sie um 1500 das größte Reich, das Mexiko je gesehen hat, regierten.
Die auf einer Insel im Texcoco See erbaute Hauptstadt Tenochtitlan, eine malerische Stadt mit farbenfrohen Märkten und mehreren zehntausend Einwohner, war über Dämme mit dem Festland verbunden.
Zentraler Inhalt der Religion der Azteken war der Opferkult um den Lauf der Sonne und den Fortbestand der Welt zu sichern.
Um genügend Menschenopfer zu haben, überfielen die Azteken andere Völker und opferten die Gefangenen ihren Göttern. Die Opferrituale waren je nach Gottheit unterschiedlich aber immer äußerst grausam. Die kriegerischen Azteken waren somit bei den umliegenden, unterjochten Völkern nicht sehr beliebt.

Dies war mehr oder weniger die Situation als 1519 Hernan Cortez an der Mündung des Tabasco landete und mit etwa fünfhundert Männern das Aztekenreich zu erobern versuchte.
Einen Helfer fand er im Herrscher der Azteken selber, Montezuma, der in der Ankunft der Spanier die angekündigte Rückkehr des Gottes Quetzalcoatl sah und zu spät auf die Bedrohung reagierte.
In den Bewohnern von Tlascala fand Cortez Verbündete, mit derer Hilfe er die Hauptstadt der Azteken einnehmen und Montezuma festnehmen konnte.

Benito Juarez

Dies war der Anfang der Kolonisation durch die Spanier, welche Mexiko als Kronjuwel ihrer Kolonien behandelten und dem reichen Land keine Autonomie zugestanden.
An die spanischen Siedler wurden große Ländereien, sogenannte Haziendas verteilt, auf welchen indianische Sklaven arbeiten mussten.

Obwohl der Samen zur späteren Unabhängigkeit schon in dieser langen Zeit der Unterdrückung zaghafte Keime schlug, richtig blühen konnte er erst, als Napoleon Spanien eroberte und der französische Eroberer seinen Bruder auf den spanischen Thron setzte. 1810 begann der offene Kampf gegen die Spanier der 1821 zur endgültigen Unabhängigkeit führte.

Die Unabhängigkeit brachte ein Jahrhundert voll Kämpfe und Kriege, darunter den Krieg mit den USA, bei dem Mexiko große Gebiete des damaligen Territoriums verlor; weite Teile des heutigen Arizona, Kalifornien, Nevada, Utah, Neu-Mexiko sowie einen kleinen Teil von Wyoming.

Nach der Niederlage gegen die USA setzte sich eine neue Generation von Liberalen durch und ihr Führer Benito Juárez nahm ein radikales Programm in Angriff, erließ Reformgesetze über die Trennung von Kirche und Staat, Ehe und Religionsfreiheit.
Die Liberalisierung der Verfassung und Bodenreform endete in einem dreijährigen blutigen Konflikt mit der wohlhabenden, konservativen Klasse.
Obwohl Juárez siegte, waren die Staatskassen leer und die Zahlungen an ausländische Gläubiger mussten eingestellt werden.
Frankreich nahm dieses Säumnis als Vorwand um das Land zu besetzen. Als Statthalter wurde 1864 der Habsburger Maximilian eingesetzt und gegen den Widerstand des mexikanischen Volkes zum Kaiser von Mexiko ausgerufen. Seine Herrschaft hatte gegen den vom Volk verehrten Benito Juárez aber keine Chance und endete 1867 vor dem Kriegsgericht, das ihn erschießen ließ. Benito Juárez überwachte die standrechtliche Exekution persönlich und setzte sein Reformwerk bis zu seinem Tod 1872 fort.

 

Emiliano Zapata

Der 1871 im Wahlkampf gegen Juarez unterlegene Porfirio Diaz kam fünf Jahre später an die Macht und behielt sie mit eiserner Faust und nur einem kurzen Unterbruch für fast 35 Jahre.
Seine diktatorischen Methoden fanden erst 1911 durch die mexikanische Revolution, unter der Führung von Francisco Madero ein Ende. Legendäre Kampfgefährten für "Tierra y Libertad" waren Emiliano Zapata und Pancho Villa.
 

Einer der blutigsten inneren Konflikte der Weltgeschichte der mit dem Tod von Madero endete und Jahre später auch Zapata das Leben kostete.

 

 

Weitere Infos zur Geschichte von Mexiko unter Wikipedia.