Brasilien - Geschichte

- Pedro Cabral
..bis zur Unabhängigkeit.
Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet des heutigen Brasilien seit mindestens 8000 Jahren von indigenen Bevölkerungsgruppen bewohnt wurde. Frühe Entdecker aus Asien, welche trockenen Fußes über die Beringstraße oder auf dem Seeweg entlang der Küste des Pazifik hierher gelangten. Durch das gebundene Eis der letzten Eiszeit lag der Meeresspiegel etwa hundert Meter tiefer und Asien war über eine Landbrücke mit Alaska verbunden.
Angeführt durch Pedro Cabral erreichten die Portugiesen als erste europäische Siedler Brasilien. Um 1500 begann die Kolonisation des riesigen Landes.
Um diese Zeit lebten laut Berichten der Portugiesen ungefähr vier Millionen indigene Ureinwohner im Land, neben Jagd und Angeln wurde einfacher Ackerbau betrieben. Die Stämme bekämpften sich untereinander. Einige der Stämme waren Nomaden, andere sesshaft. Darunter gab es auch Kannibalen. Über die Kultur der indigenen Bevölkerung der damaligen Zeit ist im Gegensatz zu derjenigen der Nachbarn, den Inka, nicht viel bekannt.
Andere portugiesische Entdecker und Abenteurer folgten Cabral, vor allem auf der Suche nach wertvollen Schätzen, aber auch um das Land zu besiedeln.
Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts nahm die Zuckerproduktion die wichtigste wirtschaftliche Rolle in Brasilien ein. Um 1600 war Brasilien der größte Zuckerproduzent der Welt. Damit stieg auch die Zahl der importierten Sklaven, welche zum wichtigen Pfeiler des wirtschaftlichen Erfolges wurden.
Die portugiesischen Siedler vermischten sich durch Mischehen sehr schnell mit den Idigenen und den Afrikanern. Auch unter den Indigenas und Afrikanern gab es viele Verbindungen.
Das Resultat dieser Vermischung ist eine multikulturelle Bevölkerung, die man sonst nirgends mehr findet. Ein Schmelztiegel von Genen, welche die heutige Kultur des Landes so einzigartig macht.
Langsam erweiterten die Portugiesen ihr Gebiet und sowohl britische als auch niederländische Versuche, Landgewinne zu erzielen, hatten keinen Erfolg.
Aufgrund der Konkurrenz mit den britischen und niederländischen Kolonien in der Karibik und auch wegen der hohen Steuern setzte gegen Ende des 17.Jahrhunderts der Niedergang der Zuckerexporte ein.
Das Interesse am Landesinneren wurde um 1693 durch Goldfunde in Minas Gerais, im Südosten Brasiliens geweckt.
Das Gold und später auch Diamanten zog unzählige Glücksritter an. Aus ganz Brasilien aber auch aus Portugal zogen Tausende von Einwanderer aller ethnischen Gruppierungen in die Minen, um ihr Glück zu machen. Das edle Metall aus den Goldminen war Grundlage für die Entwicklung reicher Städte wie Ouro Preto.
Später sorgten weitere Goldfunde im Mato Grosso und Goiás für Aufregung und Goldrun.
Im Jahre 1808 als Napoleon sich Portugals Hauptstadt näherte, floh der damalige Prinz und spätere König "Dom Joao" nach Brasilien und etablierte die Kolonie als sein Empire. 1821 beruhigte sich die Lage in Europa und Dom Joao kehrte nach Lissabon zurück.
Er ließ seinen Sohn "Dom Pedro" zurück. Als der König versuchte den Status von Brasilien wieder auf das einer Kolonie hinunterzustufen, erklärte sein Sohn Brasilien für unabhängig von Portugal.
Die endgültige Unabhängigkeit Brasiliens erfolgte 1825.
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